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Supply Chain Automatisierung: Effizienz & Kontrolle steigern

Wie automatisierte Lieferketten die Transparenz und Compliance in der Beschaffung und Logistik von Unternehmen verbessern.

In einer sich rasch verändernden Welt müssen Unternehmen die Optimierung ihrer Lieferkette konsequent in den Mittelpunkt strategischer Entscheidungen stellen. Denn unvorhergesehene Ereignisse sind heute keine Seltenheit mehr: Naturkatastrophen, Streiks, geopolitische Konflikte oder Materialengpässe können die Supply Chain stark beeinflussen. Eine automatisierte Lieferkette hält diesen Veränderungen stand und passt sich schnell an. Sie fördert sowohl Resilienz als auch digitale Transformation und unterstützt Verantwortliche dabei, Geschäftsprozesse gezielt zu steuern und mehr Transparenz in Logistik und im Einkauf zu schaffen.
 

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie die Automatisierung für Ihr Unternehmen nutzen, um optimal auf veränderliche Rahmenbedingungen zu reagieren und ein autonomes Lieferkettenmanagement aufzubauen.
 

Supply Chain Automatisierung für moderne Unternehmen 

Unter Automatisierung der Supply Chain (engl. Supply Chain Automation) versteht man die Nutzung digitaler Prozesse, Automatisierungstechnologien und künstlicher Intelligenz, um Lieferkettenprozesse so autonom wie möglich zu gestalten und manuelle Aufgaben zu minimieren. Sie beschreibt die digitale Koordination von Prozessen, Systemen und Daten entlang der gesamten Lieferkette, d. h. end-to-end, und sorgt für mehr Effizienz sowie eine optimale digitale Steuerung. In Deutschland zeigt sich dabei ein asymmetrisches Bild: Während die Automatisierung in der Fertigung fortgeschritten ist, hinkt sie in der Beschaffung noch weit hinterher.

Von der Automatisierung von Prozessen bis zur intelligenten Koordination

Was macht eine Lieferkette widerstandsfähig? Entscheidend ist nicht nur die Automatisierung einzelner Schritte, sondern die Abstimmung aller Prozesse entlang der Supply Chain. Dabei soll die intelligente Automatisierung menschliche Arbeit ergänzen und erleichtern, sie aber nicht komplett ersetzen. Manuelle Aufgaben sollen auf Basis moderner Technologien stark vereinfacht werden. Abläufe, Systeme und Daten werden so koordiniert, dass Entscheidungen schnell getroffen und Verzögerungen minimiert werden. Automatisierung führt zu robusteren Supply Chains, die Unsicherheiten standhalten. 
 

Die Lücke in der Automatisierung in Deutschland schließen: Von der Fertigung bis zum Ausgabenmanagement

Mit Initiativen wie Industrie 4.0 wurde die Digitalisierung der Produktion in Deutschland stark vorangetrieben. Worum geht es? Industrie 4.0 spricht von der intelligenten Vernetzung von Produktionsprozessen, Informations- und Kommunikationstechnologie und Maschinen. Die “vierte industrielle Revolution” hat viele Vorteile. Jedoch: Bei der Beschaffung, etwa dem Ausgabenmanagement, hat Deutschland häufig noch Nachholbedarf. Viele manuelle und fragmentierte Schritte erschweren Prozesse. Für Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe ist das besonders kritisch, da Produktion und Einkauf stark voneinander abhängen, z. B. beide die Produktionsplanung beeinflussen. Solange diese Prozesse nicht gemeinsam automatisiert werden, bleibt die Lieferkette unsicher. 
 

Wieso die Automatisierung der Lieferkette Ihrem Business zum Erfolg verhilft  

Da Lieferketten zunehmend grenzübergreifend und Prozesse komplexer werden, lohnt sich die Investition in Supply Chain Automatisierung. Wer als Unternehmen nachhaltig wachsen und seine Wettbewerbsposition stärken will, sollte automatisierte Prozesse als Ergänzung zu den bestehenden personellen Ressourcen einsetzen. Die Planbarkeit steigt, Entscheidungen sind belastbarer, Risiken kontrollierbarer und Skalierbarkeit möglich. Darüber hinaus werden regulatorische Vorgaben schon automatisch eingehalten, etwa im Kontext der ESG-Richtlinien. 
 

Reduzierung der Komplexität und des Betriebsrisikos

Komplexe Lieferketten sind ohne zusätzliche Unterstützung durch digitale Prozesse schwer steuerbar. Automatisierte Einkaufsprozesse schaffen Erleichterung, indem sie die Bedarfsprognosen, Produktion, Analysen und fundierte Daten mit einbeziehen, auswerten und Entwicklungen voraussagen. Ein Service wie Amazon Business kann Sie beim Supply Chain Management unterstützen, etwa mit Genehmigungsworkflows und rollenbasierten Nutzerkonten. Automatisierte Entscheidungen sorgen für Nachvollziehbarkeit und machen die Ausgaben steuerbar. Automatische Warnmeldungen bei höherer Nachfrage oder verspäteten Lieferungen ermöglichen es Ihren Teams, deutlich schneller zu reagieren.
 

Effizienz steigern – auf kontrollierte Weise

Viele Unternehmen stehen einer Automatisierung noch kritisch gegenüber – aber das weit verbreitete Vorurteil, Automatisierung bedeute weniger Flexibilität, stimmt so nicht. Ganz im Gegenteil. Automatisierte Prozesse setzen Einkaufsregeln systematisch um und machen Ausgaben jederzeit nachvollziehbar. Auch Compliance wird kontinuierlich sichergestellt und bleibt transparent. Funktionen wie Guided Buying von Amazon Business unterstützen Sie und Ihre Teams beim regelkonformen Einkaufen im Tagesgeschäft. 
 

Bestellungen bewegen sich innerhalb klar definierter Rahmenbedingungen, Abweichungen lassen sich unmittelbar erkennen. 
 

Ausrichtung der Automatisierung auf Ziele für verantwortungsbewusste Beschaffung

Verantwortungsvolle Beschaffung ist längst keine freiwillige Initiative mehr, sondern zunehmend regulatorisch und marktseitig gefordert: von Gesetzgebern, Investoren und Kunden. Der damit verbundene Anspruch an Transparenz, Nachweisführung und Risikomanagement steigert die operative und organisatorische Komplexität in der Supply Chain. Das Lieferkettengesetz trat 2024 für Unternehmen ab 1000 Mitarbeitenden in Kraft. Mit ihm und den steigenden ESG-Anforderungen haben Unternehmen eine verstärkte Sorgfaltspflicht. Dabei geht es vor allem um die Einhaltung von Richtlinien hinsichtlich Umwelt und Menschenrechten.
 

Unternehmen müssen diese Risiken entlang ihrer Supply Chain systematisch erfassen und dokumentieren. Viele Lieferketten verlaufen außerhalb deutscher Grenzen und sind global: Es handelt sich also um komplexe Netzwerke mit vielen beteiligten Akteuren und zahlreichen Regulierungen. Services wie Amazon Business bieten Ihnen daher viele Optionen, um lokal und nachhaltig einzukaufen – zum Beispiel durch die Unterstützung von SRP-Initiativen für den verantwortungsvollen Einkauf (Socially Responsible Procurement).
 

Schlüsseltechnologien für die Automatisierung der Lieferkette

Die Automatisierung der Lieferkette läuft auf der Basis neuer Technologien, die Prozesse transparenter machen und Entscheidungen unterstützen. Ihr Wert zeigt sich im operativen Alltag, dort, wo Informationen verfügbar sind und Abläufe verlässlich funktionieren.
 

Künstliche Intelligenz und vorausschauende Erkenntnisse

Künstliche Intelligenz hat mittlerweile Einzug in die Beschaffung und die Supply Chain gefunden. Sie ersetzt den Menschen nicht, sondern unterstützt ihn gezielt bei Aufgaben in Beschaffung und Logistik.
 

So hilft Ihnen KI dabei, Ausgabenmuster kontinuierlich zu analysieren und richtig zuzuordnen. Mit Spend Anomaly Monitoring von Amazon Business können Sie Ihre aktuellen Bestellungen mit bisherigen Ausgaben vergleichen und Abweichungen sofort erkennen. Auffälligkeiten lassen sich früh bewerten, bevor sie zu Budgetüberschreitungen oder teuren Fehlentscheidungen führen. Mit KI-gestützten Prozessen können Sie Prognosen treffen, die Ihnen auf Basis fundierter Daten mehr Kontrolle über Bestandsverwaltung, Nachfrage und Bedarf geben. 
 

Internet of Things (IoT) für Transparenz und Reaktionsfähigkeit

Das Internet of Things, kurz IoT, bezeichnet physische Gegenstände, die selbst Daten erfassen und weitergeben können. Dazu zählen etwa Lagerbestände, Transportmittel oder Maschinen, die ihren aktuellen Zustand automatisch melden. In der Lieferkette macht IoT sichtbar, was in Echtzeit passiert. Dementsprechend ist das IoT besonders wertvoll in industriellen Abläufen, bei denen ein Schritt direkt vom nächsten abhängt. Verzögerungen oder Engpässe werden früh erkennbar. Der Vorteil? Unternehmen können reagieren, bevor Termine oder Abläufe aus dem Gleichgewicht geraten. Das Ergebnis ist eine reibungslose Supply Chain. 
 

Robotic Process Automation (RPA) 

Robotic Process Automation (RPA), auf Deutsch “robotik-gesteuerte Prozessautomatisierung”, automatisiert klar definierte Abläufe im Hintergrund. Um das zu erreichen, übernehmen Systeme wiederkehrende Schritte wie Prüfungen, Freigaben oder Datentransfers zwischen Anwendungen. Prozesse laufen dadurch konsistenter ab und bleiben nachvollziehbar. Menschliche Fehler durch manuelle Eingriffe nehmen ab, Durchlaufzeiten verkürzen sich. RPA entlastet operative Teams und stabilisiert Abläufe dort, wo Entscheidungen regelbasiert getroffen werden.
 

Wie Sie die Automatisierung der Lieferkette strategisch umsetzen

Eine strategische Umsetzung Ihrer Supply Chain Automatisierung muss Schritt für Schritt erfolgen. Sie beginnt damit, sich Klarheit über die aktuelle Situation zu verschaffen, und bezieht Einkauf, Finanzen und die Unternehmenskultur mit ein. 
 

1. Beginnen Sie mit Sichtbarkeit, nicht mit Technologie 

Zuerst verschaffen Sie sich einen Überblick. Sie finden heraus, wofür Geld ausgegeben wird, welche Abteilung bestellt und wo Abweichungen oder Maverick Spend entstehen. Diese Erkenntnisse sind der Ausgangspunkt, erst danach kommen automatisierte Systeme ins Spiel. So liefert Ihnen Business Prime transparente Daten, Ausgabenanalysen und übersichtliche Dashboards. Sie sind die Basis, um Ihre Supply Chain strategisch zu automatisieren.
 

2. Verbinden Sie Einkauf, IT und Finanzsysteme

Getrennte Systeme sind ineffektiv, fehleranfällig und erschweren die funktionsübergreifende Kommunikation. Bestellungen, Budgets und Genehmigungen lassen sich nur schwer nachvollziehen, wenn Einkauf, IT und Finanzwesen mit unterschiedlichen Daten arbeiten. Eine strategische Automatisierung setzt deshalb auf zentralisierte Daten und verbindet Einkauf, IT und Controlling. Informationen müssen nicht mehrfach erfasst werden, wenn Zuständigkeiten klar sind. 
 

3. Automatisieren Sie sich wiederholende Aufgaben

Supply Chain Automatisierung kann Prozesse wesentlich erleichtern. Das gilt vor allem für die, die sich entlang der Lieferkette, z. B. in der Beschaffung und der Logistik, wiederholen. Sie folgen festen Regeln und binden häufig viele Ressourcen. Zu repetitiven Aufgaben gehören beispielsweise das Anlegen von Bestellungen, Genehmigungsprozesse im Kontext des Lieferkettengesetzes oder die formale Prüfung von Rechnungen. Werden diese Schritte systemseitig übernommen, laufen Prozesse reibungslos und fehlerfrei. 
 

4. Automatisierung in die Unternehmenskultur integrieren

Durch eine zunehmende Automatisierung verändert sich im Unternehmen die Art zu arbeiten grundlegend. Digitale Lösungen und Technologie müssen von allen Verantwortlichen verstanden und akzeptiert werden, um Prozesse sinnvoll zu unterstützen. Mitarbeitende müssen nachvollziehen können, wie Entscheidungen zustande kommen und welche Regeln gelten. Transparente Prozesse schaffen Vertrauen. Automatisierung sollte dementsprechend als Unterstützung kommuniziert werden und nicht als zusätzliche Kontrolle.

Ausblick: Von der Automatisierung hin zu autonomen Lieferketten

Nicht erst seit Industrie 4.0 liegen Automatisierungen entlang der Lieferkette im Trend. Und das nicht ohne Grund. Digitale Werkzeuge sind eine wertvolle Ergänzung zu manueller Arbeit.
 

Aufgrund von geopolitischen Spannungen, unvorhergesehenen Wetterereignissen oder Materialengpässen müssen Lieferketten robust und flexibel sein. 
 

Durch Supply Chain Automatisierung sind Lieferketten für alle Mitarbeitenden und Beteiligten ganzheitlich einsehbar und verwaltbar. Änderungen werden sofort sichtbar, sodass Teams schnell reagieren können.Services wie Amazon Business unterstützen Unternehmen dabei, effizienter und robuster zu werden: ein klarer Wettbewerbsvorteil, bei dem es um viel mehr als Kosteneinsparungen geht. Zusätzlich gewährleisten sie Compliance, Ausgabenkontrolle und intelligentere, datengestützte Beschaffungsentscheidungen.
 

Erfahren Sie, wie Amazon Business Ihr Unternehmen dabei unterstützt, Einkaufsprozesse zu automatisieren, Transparenz zu schaffen und Ihre Lieferkette widerstandsfähiger zu machen.
 

Kontakt

Vereinfachen Sie Ihre Beschaffung mit Amazon Business

FAQs: Häufig gestellte Fragen zur Supply Chain Automatisierung

Wie kann die Supply Chain Automatisierung Ihrem Unternehmen helfen? Hier erhalten Sie Antworten auf Ihre wichtigsten Anliegen rund um die Supply Chain Automatisierung. 

  • Compliance entlang der Supply Chain ist ein komplexes Thema. Fortlaufend neue Regeln können zur Herausforderung werden, etwa im Rahmen des Lieferkettengesetzes. Eine Automatisierung sorgt hier dafür, dass Einkaufsregeln kontinuierlich verlässlich angewendet werden, Entscheidungen aber trotzdem nachvollziehbar bleiben. Gesetzliche Anforderungen werden eingehalten, ganz ohne zusätzliche manuelle Prüfungen.

  • Nein. Automatisierung ist auch für kleine und mittelständische Unternehmen sinnvoll, wenn viele Prozesse manuell sind oder Transparenz fehlt. Jedes Unternehmen kann von einer Supply Chain Automatisierung profitieren und damit Prozesse enorm vereinfachen.

  • Nein. Die meisten Unternehmen sind auf die eine oder andere Art mit Lieferketten verbunden, wenn auch in kleinerem Rahmen. Manuelle Schritte – beispielsweise, wenn es zu Verspätungen mit Lieferanten kommt – können auch in Unternehmen anderer Branchen mehr Ressourcen binden als nötig. Eine Supply Chain Automatisierung vereinfacht Prozesse und reduziert Risiken, denen jede Lieferkette ausgesetzt ist. Allerdings ist die Automatisierung der Lieferkette für Unternehmen aus der Produktion und der Industrie besonders wertvoll. Hier sind Beschaffung, Logistik und Fertigung so eng miteinander verbunden, dass eine Automatisierung die Abstimmung zwischen Abteilungen und die Compliance mit Normen wesentlich verbessert.

  • Business Prime ist ein Zusatzangebot für Unternehmenskonten bei Amazon Business. Unternehmen erhalten Tools, die Ausgaben transparenter machen und Einkaufsprozesse strukturieren. Mehr Transparenz und Compliance sind das Ergebnis. Mit Business Prime erhalten Sie Zugang zu vielen Vorteilen, wie z. B. zu einer besonders schnellen Lieferung von Produkten und übersichtlichen Dashboards für die Datenanalyse.